„Dienende Seelsorge in Gebärdensprache“. Basisqualifikation für taube Menschen – startet im September 2023

„Dienende Seelsorge in Gebärdensprache“. Basisqualifikation für taube Menschen – startet im September 2023

2003 haben wir zum ersten Mal bei einer Gehörlosenseelsorge-Bundes-Tagung davon gehört: In den USA gibt es schon seit 30 Jahren die Möglichkeit, eine qualifizierte Ausbildung in Gebärdensprache zu machen, die zur Mitarbeit in der Gehörlosenseelsorge befähigt. Schwester Maureen Langton aus Chicago hat uns davon erzählt. 20 Jahre später wird das auch bei uns möglich sein. Die Ausbildung soll im September 2023 beginnen.
Schritt für Schritt werden wir die Infos hier veröffentlichen: Also: immer mal wieder reinschauen!

Hier auch PDF zum >>Herunterladen<<


Dienende Seelsorge in Gebärdensprache – Qualifizierung für taube Menschen.
Was ist das?

Dienend. Gebärde: Bedienen wie Kellnern*in. Heißt: Anbieten. Unterstützen. Helfen. Nichts erzwingen. Nicht bestimmen. Freundlich. Das theologische Fachwort: Diakonisch.

Seelsorge. So wie Jesus. Angebot für die Seele, aber auch für den Körper, für den Geist. Nicht nur für Einzelne, auch für Gemeinschaft. Die ganze Schöpfung nicht vergessen.

In Gebärdensprache: Gebärdensprache ist eine eigene Sprache. Sie schafft eine eigene Kultur, die taube Kultur. Das bedeutet auch: eine besondere Beziehung zu Gott. Visuell.

Basis: Grundlagen. Nicht alle Einzelheiten. Eine Grundlage, mit der sich weitere Themen der „praktischen Theologie“ erarbeiten können.

Qualifizierung: Seelsorge braucht Qualität. Das heißt: Ich weiß, was ich tue. Ich überprüfe, was ich tue. Ich verändere, was ich tue. Eigene Erfahrungen machen, sie auswerten und verändern.

Taube Menschen: Taube Menschen sind die Fachleute für Gebärdensprache und taube Kultur. Sind nicht nur Empfänger*innen von Seelsorge, sondern Anbieter*innen in der Nachfolge von Jesus.

Was lerne ich in der Qualifizierung?

  • Gott im eigenen Leben, in der eigenen Sprache, Kultur und Geschichte entdecken
  • Verständnis für eine dienende (diakonische) Seelsorge entwickeln
  • Seelsorge anbieten als Einzelne/Einzelner und im Team im Rahmen der katholischen Kirche
  • Sich selbst als Seelsorger*in kennen und kritisch reflektieren
  • den Glauben an Gott in der Gehörlosenkultur und für taube Menschen anbieten
  • befreiende Seelsorge ermöglichen

Wie geht die Qualifizierung?

  • Einzelne Personen haben Interesse.
  • Sie sind zusammen eine Lerngruppe.
  • Die Umgangssprache ist die Deutsche Gebärdensprache.
  • Die Qualifizierung dauert 2 Jahre (Herbst 2023 bis Sommer 2025).

  • Es gibt 15 Lerntreffen. Mit Vor- und Nachbereitung dauern sie 12 Stunden.
  • Die Lerntreffen sind online am Wochenende.
    Freitagabend und Samstagvormittag bzw. Samstagnachmittag
  • Es gibt taube und hörende Fachleute als Lernpartner*innen.
  • Es gibt 3 Wochenenden als persönliche Treffen.

  • Alle Teilnehmenden machen ein „Experiment“ in einer deutschen Gehörlosenseelsorge (zuhause oder anderswo).
    Erfahrungen in der Gebärdensprachlichen Seelsorge und Auswertung mit Mentor*innen.

  • Es gibt die Möglichkeit zur Geistlichen Begleitung mit gebärdensprachkompetenten Seelsorger*innen.

  • Es gibt eine Studienbegleitung für alle Fragen rund um die Qualifizierung.

Welche Voraussetzung muss ich mitbringen?

  • Gebärdensprache als Muttersprache
  • Erfahrungen mit gebärdensprachlicher Seelsorge (lokal, national, international)
  • Abgeschlossene Ausbildung und Berufserfahrung und/oder Studium
  • Erfahrungen in der Gehörlosenkultur
  • Empfehlung durch örtliche/n Gehörlosenseelsorger/in oder Beauftragten

Was kostet die Qualifizierung?

  • 900,00 € alles inklusive (auch die 3 Wochenenden, außer Fahrtkosten). Fragt bei Euren Gebärdensprachseelsorger*innen, ob die Bistümer die Kosten übernehmen. Wenn das nicht so ist, bitte bei der Anmeldung vermerken.

Kann ich mit der Basisqualifizierung hauptamtliche/r Gebärdensprachseelsorger*in werden?

  • Das entscheidet jedes Bistum selbst.
  • Im Laufe der nächsten Jahre wird sich viel verändern.
  • Die Basisqualifizierung ist eine gute Grundlage.
  • Das „Theologisch-pastorale Institut Mainz“ ist ein anerkannter Träger für praktisch-theologische Aus- und Fortbildungen.

Wo kann ich mich informieren und anmelden?

  • Unterseite auf der Website mit Infos (kommt noch)
  • Info-Videochat am 09.03.2023.
  • 20:00 Uhr bis 21:00 Uhr
  • https://us06web.zoom.us/j/83874498918?pwd=a2xGazZGZWxkenVFUUlSblFkWENDUT09
  • Meeting-ID: 838 7449 8918
  • Kenncode: 918247
  • Infos bei Sr. Judith Beule und Daniel Beinhoff
  • Das 1. Wochenende steht schon fest: 1. – 3. September 2023 in Vallendar-Schönstatt.
  • Anmeldeschluss: 30. April 2023
  • Trägerschaft übernimmt das „Theologisch-pastorale Institut Mainz“
    in Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät Trier und der KGG Trier

Weitere Infos und Anmeldungen hier:
Kath. Gehörlosengemeinde im Bistum Trier

Friedrich-Wilhelm-Str. 24

54290 Trier

Info@kgg-trier.de

Oder: Ralf.Schmitz@kgg-trier.de oder deafseelsorgejudith@web.de


„Queer und Deaf und Out in Church“. Wochenende für queere taube Menschen und ihre Freund*innen in Vallendar, 4. – 6. November 2022

„Queer und Deaf und Out in Church“. Wochenende für queere taube Menschen und ihre Freund*innen in Vallendar, 4. – 6. November 2022

Am 24. Januar 2022 haben 125 Kirchen-Menschen für ein Wunder gesorgt: sie haben öffentlich gesagt, dass sie „queer“ sind – das heißt lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, intergeschlechtlich und nicht-binär. Sie wollten damit zur Glaubwürdigkeit und Menschlichkeit in der Katholischen Kirche beitragen. Sie setzen sich ein für eine Kirche ohne Angst. Damit haben sie eine Lawine ausgelöst.


Weiterlesen

Inklusive Messe am 2. Weihnachtstag in Trier – online

Wegen des Lockdowns gegen die Corona-Pandemie findet die Inklusive Messe am 2. Weihnachtstag in der Trierer Herz-Jesu-Kirche nicht statt.
Wenn Ihr diesem Link folgt, könnt Ihr am 2. Weihnachtstag um 15 Uhr diese Messe in Gebärden- und Lautsprache anschauen. (vorher nicht! :-))
Allen ein hoffnungsvolles Christfest!

Hier der LInk
http://web.kgg-trier.de/inklusive-online-messe-am-2-weihnachtstag-ab-15-uhr-hier/17250/

https://youtu.be/BmhWsqrRCwc

Reich Gottes und seine Gerechtigkeit: NEUE GÄSTE (28. Sonntag)

Kann man so mit einer Einladung umgehen? Als Gastgeber? Als Gast? Auch dieses Evangelium wirft viele Fragen auf, die wir in unserem Impuls nicht alle beantworten können . Eine Perspektive ist zu sehen… Gottes Gerechtigkeit ist gar nicht so einfach, schon gar nicht im Matthäus-Evangelium…. Es bleibt ein wichtiges Thema.
Mit diesem Impuls geht die Reihe „Gottes Gerechtigkeit und sein Reich“ aus Trier zu Ende. Wir verabschieden uns, freuen uns auf die nächsten Beiträge aus anderen Ecken des gebärdensprachlichen Deutschlands und wünschen: Bleibt vernüftig und solidarisch!

Hier unser Impuls:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen und Datenschutzhinweise

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen